Forschung

Amikejo an der Donau-Universität Krems

Amikejo mit dem Thema „Europa der Regionen“ wird als als Schwerpunkt erforscht und praktisch künstlerisch umgesetzt: Beginn im Oktober 2016 an der DUK mit Workshops und einer künstlerisch-wissenschaftlichen Methodenforschung, die eine Toolbox und Methodik erfindet, mit der sich eine Region identifizieren lässt und europäisch darstellen lässt.

Die künstlerisch-wissenschaftlichen Ausarbeitungen vieler identitätsstiftenden Ergebnissen wieder zurück in die ländliche Region fährt und zur Reflektion und Wertschätzung anregt, international repräsentierbar wird und anrührt. Auch werden die Regionen auf Augenhöhe gleichwertig dargestellt und können sich gegenseitig inspirieren. Untersucht werden Identität, Heimatbegriff, Grenzen, Andersartigkeit, Gemeinsamkeiten, Individuum und Gesellschaft. Kunst ist dabei ein einfühlsames sensitives Kommunikationsmittel, Ausdruck von Ideen, die mehrschichtig, sofort erfahrbar und offen, nicht konfliktscheu sein können. Es lassen sich Welten öffnen.

 

 

In Kooperation mit dem Department für Europapolitik und Demokratieforschung, Donau-Universität Krems und Campus Cultur, 2016-17

Das Projekt wurde gefördert durch die Landesregierung Niederösterreich

Das künstlerisch-wissenschaftliche Projekt Amikejo

Warum ein Vulkan?

 

In der vorliegenden Dokumentation geht es um die Greifbarkeit einer sonst nicht zu fassenden Materie. Die Werte und Gefühle einer europäischen Gemeinschaft verlieren oft den Kampf gegen den Populismus, der den Nationalstaat auf einen Podest stellt, und ihn als Allheilmittel für die Schmerzen der Bevölkerung präsentiert.

Die physische Verwirklichung einer Idee öffnet nur mehr Türen zu ihrer Durchsetzung.

Dieses plötzliche „Anfassen können” fördert die Identifikation und Annäherung. Man kann es anschauen, anfassen, entdecken. Wie fühlt sich Europa an, wenn der sichere Rahmen des Denkens verlassen wird?

Warum also kein Vulkan?

 

 

Geschichte Amikejo

 

Zurückgehend auf die im Jahr 1907 gegründete Republik auf einem kleinen neutralen Landstrich zwischen dem heutigen Belgien, den Niederlanden und Deutschland, spiegelt Die Botschaft von Amikejo die Begeisterung für die republikanische Form wieder, die in einem größeren Sinne mit einem freien Europa verbunden ist.

 

Die Idee hinter der Kunst

 

„Die Botschaft von Amikejo“ wird zu einem konzeptionellen künstlerischen Rahmen, zur utopischen, mobilen sozialen Skulptur wobei die Kulturen der europäischen Regionen auf einer gemeinsamen gleichwertigen Ebene kartiert werden

Amikejo ist Bewegung, Standbein/Spielbein und ein freier und neutraler Handlungsrahmen, in dem wir uns bewegen, ausdrücken und in die Zukunft gehen können.

 

Amikejo mit dem Thema „Europa der Regionen“ wird als als Schwerpunkt erforscht und praktisch künstlerisch umgesetzt: Beginn im Oktober 2016 an der DUK mit Workshops und einer künstlerisch-wissenschaftlichen Methodenforschung, die eine Toolbox und Methodik erfindet, mit der sich eine Region identifizieren lässt und europäisch darstellen lässt.

Die künstlerisch-wissenschaftlichen Ausarbeitungen vieler identitätsstiftenden Ergebnissen wieder zurück in die ländliche Region fährt und zur Reflektion und Wertschätzung anregt, international repräsentierbar wird und anrührt. Auch werden die Regionen auf Augenhöhe gleichwertig dargestellt und können sich gegenseitig inspirieren. Untersucht werden Identität, Heimatbegriff, Grenzen, Andersartigkeit, Gemeinsamkeiten, Individuum und Gesellschaft. Kunst ist dabei ein einfühlsames sensitives Kommunikationsmittel, Ausdruck von Ideen, die mehrschichtig, sofort erfahrbar und offen, nicht konfliktscheu sein können. Es lassen sich Welten öffnen.

 

Die Kunst hinter der Idee

 

Kunst ist ein öffentlicher Raum, in dem die Materie in großer Freiheit aufbereitet werden kann.

Amikejo ist die künstlerische Adaption dieser politischen Institution, einer rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit, und bringt verschiedenste Bruchstellen zusammen.

Bei Vulkanen zeigt sich das noch nicht Geglättete, das Raue in der Welt – und auch der Moment der Transformation, der Umwandlung zu etwas anderem. Der Vulkan wird nicht gefaltet oder gepresst, sondern von unten aus einer Quelle aufgebaut, die Ablagerungen und Überlagerungen werden sichtbar. Man hat also auf der einen Seite die Zerstörung oder radikale Veränderung, auf der anderen Seite die fruchtbringenden Aschen, die dann wieder etwas ganz Neues aufbauen können.

Dieses Denken soll eine neue Form inspirieren, die Dinge auf einer emotionalen Ebene darzustellen und aus alten Strukturen herauszubrechen.

Mit Amikejo soll eine neue Art von Europa erfasst werden – es ist kein Abdruck der Gegenwart sondern der Zukunft.

In diesem künstlerischen Rau, wird neu gedacht, wie Europa werden kann. Ein Europa ohne Nationen, aber dafür als Republik, als Regionen, seine Bürger und Bürgerinnen im Gleichheitsgrundsatz vereint.

Eine Europäische Republik wäre dann die Föderation vieler regionaler Einheiten ohne nationale Zwischeninstanz. Schon bei Montesquieu steht zu lesen, dass die einzelnen Elemente einer Föderation immer klein sein müssen, um bürgernah zu sein.

Daran sollten wir heute anknüpfen und diesmal eine andere Abbiegung nehmen, d. h. eine Europäische Republik begründen, die, auf dem Grundsatz der Gleichheit ihrer Bürger, dezentral von europäischen Regionen getragen wird.

 

DED Donau-Universität Krems 2017

 

 

 

 

 

Campus cultur

 

Mit campus cultur verbindet die Donau-Universität Krems Wissenschaft und Kultur im universitären Alltag und rückt eher die Gemeinsamkeiten als ihre Unterschiede in den Vordergrund. Wie die Wissenschaft prägt die Kunst ein prominenter Erkenntnischarakter. Damit können neue Facetten von gesellschaftlichen Diskussionen sowie akademischen Unterfangen in den Diskurs eingebracht werden.

Die Donau-Universität sieht Kunst und Kultur nicht nur als schmückendes Beiwerk, sondern als eine unverzichtbare Ergänzung im Lehren, Lernen und Forschen. Kunst soll den fachübergreifenden Dialog fördern und wissenschaftliches Denken mit ästhetischem Wahrnehmen verbinden.

 

Zukunft/ OUR VISION

 

Reise durch Europa

 

Wissenschaft und Kultur Verbindung

Ein europäischer Vulkan als Anstoß für einen neuen europäischen Diskurs.

Warum ? Eine neue Art Europa zu erfassen, aber nicht ein Abdruck der Gegenwart sondern der Zukunft.

Wichtige Vorarbeit ist schon geleistet und der Vulkan hat bereits einige Spuren hinterlassen. Um eine Erweiterung des Reiseplans ermöglichen zu können, muss die benötigte administrative und finanzielle Unterstützung sichergestellt werden.

Die Botschaft von Amikejo soll als gut abgerundetes Projekt möglichst viele Orte und Menschen erreichen. Für das Zusammenschmelzen der Nationalstaaten zu Regionen ist eine Reiseroute durch ebendiese eine natürliche Weiterbewegung des Projekts.

Dokumentation INFO

 

Es wird an einer gedruckten Dokumentation gearbeitet. Geplante Veröffentlichung 2018

  • Ulrike Guerot: Umstülpen zur Europäischen Republik
  •  
  • Begleitforschung durch Dr. Elisabeth Donat
  •  
  •  

Copyright © All Rights Reserved Idea & Concept & Art by Valeska Peschke, Berlin 2017